Der Neger in der Mormonentheologie
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Schwarze verflucht - Lehre oder Folklore
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Die Nigerianische Mission

 

Am 11. Januar 1963 überraschte der Präsident der Mormonenkirche die Welt durch eine Bekanntmachung, dass die Kirche eine Mission nach Nigeria schicken würde. Wallace Turner machte folgende Aussage in den New York Times: „Die Mormonen sind energische Bekehrer, die in der ganzen Welt Missionen unterhalten, außer in den Negernationen in Afrika. Sie haben unter den Weißen in der Union Südafrikas eine Mission.

Anfang dieses Jahres wurde ein Plan bekannt gegeben, eine Mission nach Nigeria zu schicken, aber die Mission hat Salt Lake City nicht verlassen.“ (New York Times, Westausgabe, 7. Juni 1963)

 

Wenige Monate nachdem die Kirche die Mission bekannt gab, wurde offensichtlich, dass etwas nicht stimmte. Am 7. August 1963 riefen wir die Büros der Mormonenkirche an und fragten, ob immer noch eine Mission nach Nigeria gehen würde. Die Frau in der Missionarsabteilung erklärte, dass die Umstände „ungeklärt“ sind. Dann erklärte sie: „Man hat uns gebeten, darüber keine Information herauszugeben.“

Es ist nun mehr als neun Jahre her gewesen, seit die Kirche diese Mission bekannt gab, aber die Mission hat immer noch „nicht Salt Lake City verlassen“. Es scheint, dass Ambrose Chukwu – ein nigerianischer Student, der ein College in Kalifornien besuchte -, bevor die Mormonenkirche in der Lage war, ihre Mission aufzubauen, einen Artikel schrieb, der im Nigerian Outlook veröffentlicht wurde. In diesem Artikel warnt er die Nigerianer vor der Mormonenlehre in Bezug auf den Neger (siehe unser Buch Mormons and Negroes, Seite 29). In einem anderen Artikel in derselben Zeitung versprach der Herausgeber des Nigerian Outlook, dabei zu helfen, die Mormonenkirche aus Nigeria heraus zu halten:

 

Anderswo auf dieser Seite veröffentlichen wir einen Artikel von einem Nigerianer in den Vereinigten Staaten über eine neue, aber gefährliche religiöse Organisation, die als Heilige der Letzten Tage bekannt ist. Die Bildung eines religiösen Körpers im weit entfernten Amerika hätte keinem Nigerianer Sorge bereitet, aber die Tatsache schon, dass diese Sekte, die man auch als Mormonen kennt, als Hauptbestandteil ihres Glaubens glaubt, dass die Negerrasse den anderen Rassen in den Augen Gottes nicht gleichgestellt ist, als Folge dessen die Neger, die töricht genug sind, den Mormonismus als ihre Religion zu erwählen, nie zu Priestern ordiniert werden können.

Unser Korrespondent hat großen Kummer auf sich genommen, um diese Organisation zu entblößen, weil er fürchtet, dass sie völlig verkleidet nach Nigeria kommen könnte. Diese so genannten Heiligen der Letzten Tage müssen als das erkannt werden, was sie sind – gottloses Herrenvolkstum – und darf nicht in dieses Land gelassen werden. ...Da die Regierung der Vereinigten Staaten die Gleichheit aller Rassen predigt, muss Mr. Kennedy diese Antineger-Organisation verbieten, die ketzerische Lehren predigt.

Wir müssen unserem Korrespondenten gratulieren, dass er den Mut gehabt hat, uns rechtzeitig zu warnen, und wir möchten ihm zusichern, dass er in seiner Kampagne gegen diese üble Körperschaft unsere volle Unterstützung hat.“ (Nigerian Outlook, 5. März 1963, veröffentlicht in Enugu, Nigeria)

 

Ambrosu Chukwu war bei seinem Versuch, die Mormonenmissionare aus Nigeria heraus zu halten, erfolgreich. Die nigerianische Regierung hat es abgelehnt den Mormonenmissionaren Aufenthaltserlaubnisse zu erteilen. Dies hat den Mormonenkirchenführern ein echtes Problem bereitet. Folgendes erschien im Time Magazine:

 

...7.000 Männer der Ibibo-, Ibo- und Efik-Stämme im östlichen Nigeria... haben sich aufgemacht, ihren EIGENEN Zweig der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu organisieren... Fasziniert vom dramatischen Leben des Mormonenpropheten, entschied Anie Dick Obot aus Uyo, einen Zweig der Kirche in Nigeria zu gründen... Die Mormonenführer schickten Bücher dorthin, die ihre Gesetze und Lehren erklärten und schickten 1959 Elder Lamar Williams nach Afrika, der vom nigerianischen Eifer und ihrer Orthodoxie höchst beeindruckt war. Seit damals haben die nigerianischen Heiligen, geführt von Obot und einem Rat von 75 ÄLTESTEN Zweige in sechs Städten gegründet.

Die Kirchenchefs waren irgendwie ratlos darüber, wie sie mit ihren neuen afrikanischen Bekehrten umgehen sollten, besonders da die nigerianische Regierung KEINEM Missionar aus den U.S. eine Aufenthaltsgenehmigung geben wird. 'DIES IST EINE EINMALIGE SITUATION' , gibt Hugh B. Brown, erster Ratgeber der Mormonen, zu. Ein Problem besteht jetzt darin, dass die nigerianischen Heiligen in Abweisenheit der Aufsicht von Utah anscheinend irgendwie vom strengen Festhalten an der Offenbarung abweichen. Einige nigerianische Mormonen PRAKTIZIEREN POLYGAMIE – seit 1890 in der US-Kirche verboten – und die Bekehrten scheinen schon ihre EIGENE SCHWARZE HIERARCHIE, MIT PRIESTERN UND ALLEM aufgebaut zu haben. 'ICH MUSS NICHT AUF OFFENBARUNG WARTEN, UM ZU WISSEN, DASS ICH IN NIGERIA DAS NATÜRLICHE OBERHAUPT BIN', schnauzt Obot, der von seinen ÄLTESTEN ALS IHR BISCHOF akzeptiert wird. 'Nigerianische Priester werden ihren eigenen Zweig leiten. Dies ist ihre Schöpfung und sie befinden sich in ihrem eigenen Land.'“ (Time Magazine, 18. Juni 1965, Seite 56)

 

Dr. Glen W. Davidson machte folgende Aussage in Bezug auf das Fehlschlagen der Nigerianischen Mission: „Die meisten aus der Mormonenhierarchie bedauerten es nicht, dass sie keine Missionare nach 'Schwarzafrika' schicken konnten, fast genauso wie sie die ungünstige Publicity bedauerten.“ (The Christian Century, 29. Sept. 1965, Seite 1184)

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